Skip to main content

Brustschwimmen

 

Einen weiteren Schwimmstil, den wir dir näher bringen möchten, ist das Brustschwimmen.

1 – Einleitung

2 – Übungen

3 – Die Beinbewegung

4 – Die Armbewegung

5 – Die Atmung

Im Gegensatz zu den anderen Schwimmstilen, wie zum Beispiel dem Kraulschwimmen/Freistilschwimmen, ist das Brustschwimmen eine eher langsamere Schwimmart.
Weiterhin ist dieser Schwimmstil die wohl bekannteste als auch beliebteste Art sich im Wasser fortzubewegen. Daher wird diese Schwimmtechnik nicht selten als die Grunddisziplin überhaupt beschrieben, wenn es darum geht das Schwimmen den Schwimmanfängern beizubringen.

Diese symmetrische Schwimmart beschreibt das Schwimmen in Bauchlage. Hier musst du deine Arm- und Beinarbeit gleichmäßig koordinieren. Auch wenn das Brustschwimmen eine weitverbreitete Schwimmtechnik ist, gilt sie nicht als einfach zu erlernen. Jedenfalls wenn man die technischen Gesichtspunkte betrachtet.
Wie bei allen anderen Schwimmstilen zählt nun Dein Wille, diese Technik richtig beherrschen zu wollen. Um Dein Ziel zu erreichen, musst Du auch hier Ausdauer beweisen können!

Als Schwimmanfänger haben viele Menschen oft Scheu davor, ihren Kopf ins Wasser zu tauchen. Allerdings erfolgt beim Brustschwimmen im Wettkampf eine komplette Tauchbewegung unter Wasser. Genau diesen fatalen Fehler begehen Hobbyschwimmer oft, indem sie ihren Kopf oberhalb der Wasseroberfläche halten. Während der gesamten Gleitphase sollte dieser jedoch unter Wasser bleiben, um eine flache Linie zu erzeugen. Denn der Wasserwiderstand ist umso geringer, je flacher du im Wasser liegst. Die Folge: Du schwimmst schneller!

Anfangs kannst du diesen Aspekt getrost außer Acht lassen. Daher konzentriere dich zunächst auf die Koordination deiner Gliedmaßen. Um es dir einfacher zu gestalten, solltest du die zwei Bereiche – Arme und Beine – separat erlernen und schlussendlich zusammenfügen.


Welche Übungen eignen sich besonders gut, um das Brustschwimmen korrekt zu erlernen?


Flipflopwelt

In der Regel solltest du mit den Übungen, die die Beinarbeit betreffen beginnen.
Dafür hälst du dich mit beiden Händen am Beckenrand fest und streckst deine Arme fast ganz durch. In dieser Wasserlage wirst du ein sehr gutes Gefühl für deine Körperspannung bekommen und parallel dazu hast du die Möglichkeit dich noch am Beckenrand sicher abzustützen. Besonders für Nichtschwimmer ist diese Übung bestens zu empfehlen, da sie ein hohes Maß an Sicherheit mit sich bringt.

Aber auch für bereits erfahrenere Schwimmer ist diese Übungsvariante von Vorteil, um die Schwimmtechnik zu verbessern. Um eine noch günstigere Position einnehmen zu können, schlagen wir dir vor ein Schwimmbrett zu verwenden.

Dieser Auftriebskörper stabilisiert und fixiert deine Haltung, sodass du dich nun ungehindert und mit vollster Aufmerksamkeit deiner Beinarbeit widmen kannst.


Die Beinbewegungen des sogenannten „Grätschbeinschlages“ teilen wir in vier Phasen ein:

  1. Ziehe deine Fersen in Richtung deines Gesäßes und beuge deine Knie.
  2. Öffne deine Knie hüftbreit.
  3. Drehe deine Zehen nach außen.
  4. Nun drücke das Wasser mittels der Auswärtsbewegung deiner Unterschenkel weg.

Achte auf eine saubere und vor allem gleichzeitige Beinbewegung, sodass symmetrische Schwimmbewegungen daraus resultieren. Oft wird der Beinschlag mit dem Schlagwort „Froschbeinschlag“ hervorgehoben.
Jedoch kommt es oft vor, dass gerade Schwimmanfänger Fehler machen, die sich letztendlich auf die gesamte Schwimmbewegung negativ auswirken. Liegt die Hüfte zum Beispiel zu schief im Wasser oder hängt dein Bein zu tief im Wasser, kann der sogenannte Scherenbeinschlag entstehen. Außerdem kommt es häufig zu einem Spitzfuß. Hierbei streckst du deinen Fuß, sodass du zu wenig Wasserwiderstand mit deinem Fuß bietest. Um diesen Fehler zu vermeiden, raten wir dir zu speziellen Schwimmflossen zu greifen, damit du diese Spitzfußhaltung korrigieren kannst.

Du hast auch die Möglichkeit Trockenübungen durchzuführen, um die Bewegungen intuitiv auszuführen. Dies erweist sich oft als eine sinnvolle Vorgehensweise.

Powerbreather

Hier ein Beispiel für eine angebrachte Trockenübung:

Dafür setzt du dich auf eine Bank und lehnst deinen Oberkörper leicht nach hinten. Jetzt stützt du dich mit deinen Händen an der Bankoberfläche ab. Nun zeichnest du mit deinen Füßen eine Art Halbkreisbogen auf den Boden. Hierfür kannst du einen Gymnastikreifen als Unterstützung verwenden. Dieser eignet sich sehr gut, da du nun diesen inneren Kreis des Gymnastikreifens als Begrenzung nutzen kannst. Deine Füße gleiten von unten jeweils links und rechts entlang des Reifens, bis du beide Beine gestreckt hast. Anschließend ziehst du deine Füße zum Körper zurück. Wiederhole diese Trockenübung und du wirst sehen, dass du immer sicherer in deinen Bewegungen wirst und sich ein bewusster Bewegungsfluss einstellt.


Die Armbewegung

Kommen wir im Folgendem zur ebenso wichtigen Armarbeit. Zu Beginn solltest du dich in ein Becken begeben, welches mit schulterhohem Wasser gefüllt ist. Ein sicherer Stand ist essenziell. Erst nachdem du deine Armarbeit absolut perfektioniert hast, das heißt eine Symmetrie der Bewegungsabläufe für dich gefunden hast, kannst du dich in tieferes Gewässer begeben.

Rutscherlebnis-Shop

Die Armbewegungen teilen wir ebenfalls in vier Phasen ein:

Im Wettkampfsport liegt der Kopf zu Beginn des Armzuges komplett unter Wasser. Als Schwimmanfänger kannst du deinen Kopf aber auch leicht oberhalb des Wassers halten.

  1. Strecke deine Arme nach vorne, sodass sich deine Ellbogen in einer hohen Stellung befinden.
  2. Halte deine Finger geschlossen und drehe deine Handflächen nach außen.
    Nun beuge deine Ellbogen leicht und ziehe deine Arme in einer halbkreisförmigen Abwärtsbewegung nach außen. Deinen Kopf hebst du nun kurz zum Atmen aus dem Wasser.
  3. Anschließend rotieren deine Hände vor deinem Brustkorb nach innen. Dabei musst du darauf Acht geben, dass du deine Ellbogen nicht hinter die Schulter ziehst.
  4. Zum Schluss dieses Bewegungsablaufes zeigen deine Handflächen nach unten, wenn du deine Arme in Ausgangsstellung bringst.

Bist du der Meinung sowohl die Bein- als auch die Armarbeit zu beherrschen, kannst du dich umgehend an das korrekte Zusammenspiel dieser beiden Teilbereiche herantrauen. Das Kombinieren dieser Bewegungsabläufe stellt Anfangs eine große Hürde dar. Viele Freizeitschwimmer koordinieren ihre Bein- und Armschläge schlichtweg falsch, indem sie ihre Arme und Beine gleichzeitig beugen und strecken. Deine richtige Koordination muss aber so ausschauen: Wenn du deine Arme streckst, ziehst du deine Beine in Richtung Po. Im Gegenzug, wenn deine Beine gestreckt sind, musst du deine Arme zum Körper bewegen.


Die richtige Atmung


Artikelfuchs

Vor allem als Profischwimmer solltest du deine Atmung nicht vergessen. Deine Atemzüge finden hier während der Zugphase deiner Arme statt, genau dann, wenn sich dein Kopf über der Wasseroberfläche befindet. Du wirst sehen, es ist nur eine Frage der Zeit und des konsequenten Trainings, bis sich diese Abläufe verinnerlichen, sich die typische Hoch-Tief-Bewegung bei jeder Ausführung einstellt und du weitere Erfolgserlebnisse für dich verzeichnen kannst.

Das Brustschwimmen ist somit nicht einfach zu erlernen, aber dennoch ist es die attraktivste Art mit dem Schwimmen zu beginnen und erste Erfahrungen im Wasser zu sammeln. Bist du ein Schwimmanfänger, dann kann dein Kopf leicht über der Wasseroberfläche gehalten werden. Dieser Aspekt gibt Sicherheit. Jedoch empfehlen wir dir deinen Kopf nicht dauerhaft über Wasser zu halten. Mit diesem Fehler belastest du deine Wirbelsäule extrem und Verspannungen sind vorprogrammiert. Halte deinen Kopf daher etwas unter Wasser und benutze eine Taucherbrille. Unser Tipp: Kontrolliere deine Kopfhaltung mit deiner Blickrichtung, indem du deinen Blick einfach in Richtung des Beckenbodens richtest.

 

– Nach oben –