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Aus medizinischer Sicht ist Schwimmen die wohl schonendste Sportart für den Körper, um diesen fit zu halten und zu stärken. Doch nicht zuletzt lässt sich durch das Gefühl, im Wasser zu schweben, auch ein guter Ausgleich bei Stress herbei führen. Es ist also in jeder Hinsicht ein großes Plus für unsere Gesundheit.

 

Herz und Kreislauf

Bekanntermaßen bringt Bewegung unseren Kreislauf in Schwung, doch warum ist das so?

Beim Schwimmen, wie auch bei anderen Ausdauersportarten, benötigen die Muskeln viel Energie. Deswegen muss das Herz nun schneller schlagen, um ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe transportieren zu können. Wenn man nun das Training regelmäßig abhält, passt sich der Herzmuskel dieser Leistung an. Er wird Leistungsfähiger, beginnt allmählich ruhiger und kräftiger zu schlagen – und das auch im normalen Alltag. Zudem hat regelmäßiges Schwimmen auch den Effekt dass der Blutdruck meist sinkt, auch leiden Schwimmer seltener an Diabetes oder Arteriosklerose. Desweiteren kann der Erkrankung von Venen durch die starke Aktivität der Beine vorgebeugt werden.

Nun werden diese Effekte allein durch den Druck des Wassers auf den Körper noch verstärkt. Da dieses von allen Seiten des Körpers auf die Blutgefäße drückt, legen sich Herz und Kreislauf nun richtig ins Zeug, um eine ausreichende Durchblutung und Sauerstoffversorgung aufrecht zu erhalten.


Muskulatur und Gelenke

Beim Schwimmen wird nahezu jeder Muskel im Körper beansprucht. Da der Widerstand der Bewegungen im Wasser rund 14 mal größer ist als an der Luft, können abhängig vom ausgeführten Schwimmstil gezielt Muskelgruppen perfekt trainiert werden.

Was vielen nicht bewusst ist, auch die Atemmuskulatur wird trainiert und gestärkt. Durch den leicht zusammen gedrückten Brustkorb muss mehr Kraft zum Ein- und Ausatmen aufgebracht werden. Aus diesem Grund wird nicht selten Menschen, die an allergischem Asthma leiden, regelmäßiges Schwimmen empfohlen.

Schwimmen ist sehr Gelenkschonend, da der Körper im Wasser leichter ist und somit die Gelenke durch sämtliche Bewegungen weniger stark beansprucht werden. Auch können durch gezieltes Training Verletzungen wie z.B. Bandscheibenvorfälle gelindert werden, da in diesem Fall durch richtig ausgeführtes Rückenschwimmen die Wirbelsäule entlastet und die Rückenmuskulatur gestärkt wird. Dieser Effekt beugt zudem auch Haltungsschäden vor.


Wie beginne ich mit regelmäßigem Schwimmen?

Zuallererst sollte man natürlich das Schwimmen lernen. Hier liegt der Schwerpunkt in der korrekten Ausführug der Technik der jeweiligen Schwimmstile. Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene werden oft bei örtlichen Vereinen sowie in Schwimmbädern angeboten. Zudem gibt es im Internet eine breite Palette an Angeboten, wie z.B. dieser Onlinekurs zum erlernen des Kraulschwimmens.

Wer die eine oder andere Technik schon sicher beherrscht,sollte das Training langsam angehen. Am Anfang genügt eine viertel Stunde, gern auch mit Pausen. Nun kannst du dich nach und nach steigern und die Trainingsdauer stetig erhöhen auf 30 bis 45 Minuten.

Um Einseitigkeit zu vermeiden, empfiehlt es sich außerdem zwischen verschiedenen Techniken, wie etwa dem Kraulschwimmen oder Rückenschwimmen, zu variieren.


Abnehmen durch Schwimmen

Sobald nun regelmäßig geschwommen wird, und das – man kann es nicht oft genug betonen – mit einer sauber ausgeführten Technik, werden durch die intensive Beanspruchung der Muskulatur etliche Kalorien verbrannt. Das können dann schon bis zu 700 Kalorien innerhalb einer Stunde sein. Zusammen mit einer guten Ernährung sicher ein guter Anfang zum Abnehmen.


Vorsicht ist beim Schwimmen im Meer und Seen geboten

Hier kann Wasser, welches nicht richtig aus dem Ohr abfließen kann, zu einer Entzündung des äußeren Gehörganges führen. Dem kann aber ganz einfach durch spezielle Ohrstöpsel oder alkoholhaltigen Ohrentropfen vorgebeugt werden.